Podcasting

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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Ein Podcast ist eine Serie von im Internet veröffentlichten Audio- oder Videodateien, die kostenlos abonniert werden kann und deren Inhalt explizit für diesen Zweck produziert wird. Das Kunstwort Podcast setzt sich aus dem englischen broadcast für Rundfunk und dem bekanntesten MP3-Player, dem Apple iPod, zusammen.

Podcasts werden der Klasse Social Software zugerechnet.

Inhaltsverzeichnis


[bearbeiten] Podcasting aus der Sicht der Anbieter

Für Anbieter eines Podcasts sind folgende Arbeitsschritte notwendig.

1. Ideenfindung, Konzepterstellung für Podcast Die Grundlage eines erfolgreichen Podcasts ist eine Idee für Themen und die geeignete Wahl einer Struktur für die einzelnen Sendungen. Das Thema sollte ergiebig genug sein, um regelmäßig Stoff für Sendungen zur Verfügung zu haben. Die Struktur der Sendungen sollte angepasst auf die Zielgruppe und die zu vermittelnden Botschaften gewählt werden. Es hat sich bewährt, Sendungen von nicht länger als 15 Minuten Dauer zu planen, die man durch die Abschnitte Einstieg/Übersicht, Hauptteil und Zusätze strukturieren kann.

2. Produktion Die Produktion erfolgt oft durch spezielle Dienstleistungsunternehmen, die in der Regel auch bei allen Teilaufgaben von der Ideenfindung bis zur Anwender¬betreuung unterstützen können. Einen Podcast zu produzieren ist jedoch nicht so aufwändig, dass man eine Eigenproduktion von vorn herein ausschließen kann. Komplettpakete (Mikro, Mischpult, Audiobearbeitungssoftware), die für einen Einstieg vollkommen ausreichen, werden am Markt für ca. 100 –150 Euro angeboten. Produzieren heißt:

  • die Einzelsendungen konzipieren
Häufig wird ein Ablaufplan für eine Sendung erstellt. Dieser Plan kann von einer einfachen Gliederung bis zu vollständig ausgearbeiteten Textbeiträgen reichen. Ein einfaches Textverarbeitungsprogramm ist hierfür ausreichend.
  • Ton- bzw. Videoaufnahmen durchführen
Die Tonaufnahmen erfolgen mittels entsprechender Aufnahmetechnik (Mikro, Mischpult, Tonband, Digitalisierungseinrichtungen usw.). Der erforderliche Technikaufwand richtet sich nach den gewünschten Inhalten.
  • Ton- bzw. Videoschnitt ausführen
Alle Teilbeiträge (Sprache, Untergrundmusik, Interviews, Toneffekte usw.) werden zu einer Gesamtdatei zusammengesetzt. Die Datei wird in das MP3 Format konvertiert. Die für diesen Produktionsschritt verwendete Software ist kostengünstig erhältlich, erfordert aber zum Teil auch Einarbeitungsaufwand.

3. Publikation Die Publikation erfolgt über einen Webserver, z.B. über die eigene Homepage des Unternehmens. Es gibt auch bereits eine Reihe von Dienstleistungsunternehmen, die sich auf das Hosten von Podcasts spezialisiert haben, z.B. www.podhost.de [1]. Kleine größtenteils kostenlos erhältliche Dienstprogramme für Webserver sorgen dafür, dass die Sendungen in einen abonnierbaren RSS Feed eingebunden werden, in einer zeitlichen Struktur angezeigt und abgerufen werden können, auch direkt im Web abgespielt werden können und dass es Möglichkeiten zur Rückmeldung durch die Anwender gibt.

4. Für Hörende sorgen Für Hörende sorgt man durch direkte Bewerbung des Podcasts bei der Zielgruppe. Mitarbeitende werden informiert und ggf. wird eine kleine Anleitung vorbereitet, um den Ersteinstieg als Zuhörer zu erleichtern. Externe Zuhörer erreicht man, indem man den Podcast auf einem der Podcast Portale anmeldet.

Bekannte Portale sind z.B. www.podcast.de [2], www.podster.de [3], www.pepperpod.de [4]

5. Hörer betreuen Nachdem ein Podcast veröffentlicht wurde und man eine gewisse Anzahl von Zuhörern gefunden hat, ist mit Rückmeldungen zu rechnen. Diese sind möglichst an einer Stelle zentral zusammenzuführen und zu beantworten. Die Betreuung ist wichtig, um eine Stammhörerschaft aufzubauen und sie liefert wichtige Hinweise zur Verbesserung und Anpassung der Sendungen an die Wünsche der Zuhörenden.

[bearbeiten] Podcasting aus der Sicht der Hörer

Um einen Podcast zu hören und möglicherweise auch zu abonnieren geht man in der Regel wie folgt vor:

1. Podcast suchen und auswählen Potentielle Zuhörer von Podcasts nutzen für die Recherche das Internet und hierbei insbesondere spezielle Podcast-Portale. Hier kann man einfach mittels Stichwortsuche oder mit Hilfe eines Katalogs einen Podcast auswählen. Oft kann man in eine Einzelsendung kurz reinhören und erhält alle notwendigen Informationen für den nächsten Schritt.

2. Podcast über Podcatcher abonnieren Viele Podcasts werden von den Anwendern oft nur über das WWW abgerufen. Wenn man einen Podcast aber regelmäßig abrufen möchte, nutzt man dafür einen sogenannten Podcatcher. Das ist ein kleines Dienstprogramm. Der bekannteste Vertreter dieser Software ist iTunes. Hier kann man einen Podcast abonnieren, indem man die jeweilige Adresse der Podcast-Steuerdatei (RSS Feed) angibt. Das Programm schaut dann regelmäßig und selbstständig nach, ob neue Sendungen angeboten werden und sorgt für einen Download.

3. (Regelmäßige) Downloads der Sendungen Je nach dem, ob ein Podcatcher zur Anwendung kommt oder die Dateien einzeln von Hand geladen werden, sind die abonnierten Podcasts regelmäßig auf neue Inhalte zu prüfen und die Sendungen ggf. nach dem Download auf einen MP3 Player zu übertragen.

4. Anhören Das Anhören von Audio-Podcasts erfolgt mittels eines MP3 Players. Für Video-Podcasts benötigt man entsprechende Abspielsoftware oder Geräte.

5. Rückmeldungen geben Rückmeldungen helfen den Anbietern, das Programm an die Bedürfnisse der Zuhörerschaft anzupassen.


[bearbeiten] Corporate Podcasting

Corporate Podcasting ist ein Fachbegriff für die Anwendung von Podcasting im Kontext von Unternehmen.

[bearbeiten] Problemstellungen

  • Am Markt tätige Unternehmen brauchen und suchen ständig nach effektiven Möglichkeiten, um mit Kunden oder Lieferanten zu kommunizieren. Traditionelle Kommunikationskanäle (Presse, Internet) sind heutzutage oft nicht mehr wirksam genug, weil sie mit Informationen und Botschaften überladen sind und gleichzeitig von Wettbewerbern genutzt werden oder sie sind oft auch sehr kostspielig (TV, Radio). Es besteht ein Bedarf an neuen „unverbrauchten“ und möglichst exklusiven Kommunikationsmedien zur Außendarstellung von Unternehmen.
  • Der Geschäftserfolg vieler Unternehmen baut auf möglichst langfristige Kunden¬beziehungen auf. Solche Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, bestehende Kunden dauerhafter an das eigene Produkt- oder Dienstleistungsangebot zu binden.
  • Zum Aufbau eines Markennamens oder eines positiven Firmen-Images in der Öffentlichkeit sind Maßnahmen zur Vertrauensbildung von großer Bedeutung und gefragt.
  • Besonders in mittleren und großen Unternehmen ist die interne Kommunikation, der Kanal zu und unter den eigenen Beschäftigten, von strategischer Bedeutung. Es besteht ein Bedarf an Lösungen, welche die Mitarbeiterkommunikation trotz z.B. hoher zeitlicher Belastung durch bestehende Arbeitsaufgaben fördern. Ideal wäre die Ausnutzung von Zeiten am Tag, in denen Reserven für die Informationsaufnahme bestehen, wie der Weg zur Arbeit oder zum Kunden oder notwendige Warte- und Stillstandszeiten in den Arbeitsprozessen.
  • Informations- und Kommunikationsmedien sind für Unternehmen besonders dann interessant, wenn sie einfach und mit geringem Kostenaufwand zu aktualisieren und zu nutzen sind. Eine große Rolle spielt auch die Attraktivität des Mediums selbst. Attraktive Medien motivieren zur Nutzung und die Attraktivität eines Mediums soll auf die durch das Medium transportierten Botschaften „abfärben“.

[bearbeiten] Lösungsansatz über Corporate Podcasting

[bearbeiten] Was ist Corporate Podcasting?

Corporate Podcasting ist ein Podcast-Angebot, welches konkrete Ziele eines Unternehmens verfolgt. Die Ziele können vielfältig sein. Häufig steht die Information und Kommunikation mit Kunden eines Unternehmens im Vordergrund (vgl. auch eduCommerce / Customer Focused E-Learning). Der Informationskanal lässt sich zum Bewerben einer Marke oder der Pflege eines Firmen-Image einsetzen. PR-Kampagnen und Produktwerbung, allgemeine Unternehmensnachrichten, Informationen für Anleger, unterhaltsame Weiterbildung oder der Aufbau einer Community, diese und weitere Ziele können mit dem Angebot eines Corporate Podcasts verbunden sein.

Neben der Kommunikation "nach außen", welche sich mehr oder weniger den Zielen einer Marketingstrategie zuordnen lässt, ist Corporate Podcasting auch für die Kommunikation "nach innen" geeignet und wird zur Aktivierung der Kommunikation unter den Mitarbeitenden eines Unternehmens eingesetzt. Ein spezieller Hörkanal dient dabei z.B. zur Kommunikation von Unternehmenszielen, zur Ankündigung von Neuheiten im Unternehmen oder zur gegenseitigen Information aus unterschiedlichen Bereichen. Er wirkt dabei wie ein Katalysator auf den Informationsaustausch der Beschäftigten und wird häufig als eine Revolution in der Unternehmenskommunikation gesehen.

[bearbeiten] Wie funktioniert Corporate Podcasting?

Warum ist Corporate Podcasting eine Lösung insbesondere für die oben genannten Problemstellungen?

  • Podcasts sind ein relativ neuer, sowohl als Anbieter als auch Nutzer bequem einzu¬setzender, kostengünstiger und individueller Weg zur Verbreitung interessanter Informationen.
  • Podcasts eröffnen Möglichkeiten zur Unterstützung von Marketingaktivitäten, wie der Direktwerbung für Marken, PR-Kampagnen oder als Plattform gezielter Produkt¬werbung.
  • Durch die Integration eines Podcast in die Außendarstellung beweist ein Unternehmen seine Innovationsstärke. In vielen Branchen kann noch die Vorreiterrolle im Bereich Podcasting übernommen werden.
  • Über das Internet gelangt eine Podcast-Sendung direkt an Multiplikatoren und Interessenten. Durch die Aufnahme eines Podcasts in gängigen Suchsysteme (z.B. www.podster.de [5]) können neue Kundenschichten angesprochen werden und auf das Unternehmen aufmerksam gemacht werden.
  • Das Konzept eines Corporate Podcasts zielt auf mittel- und langfristige Zuhörerbindung. Es wird eine Folge von Sendungen geplant, die eine stetige Kommunikation von Botschaften ermöglichen. Abonnementmöglichkeiten (RSS Feeds) gehören bereits fest zum Podcast-Konzept und sind einfach einzusetzen. Das unterstützt den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.
  • Podcast Sendungen sind auf Grund der Verwendung von Ton und Video (natürliche Sprache von bekannten Personen, realitätsnahe Darstellungen über Video) sehr authentisch. Andere Medien für die Unternehmenskommunikation (E-Mail, Memo) sind dazu im Vergleich unpersönlicher. Authentizität ist ein Kriterium für die Vertrauensbildung bei der Zuhörerschaft.
  • Professionell produzierte Podcasts emotionalisieren Kundenbeziehung, z.B. durch eine persönliche Ansprache, was E-Mails und Newsletter nicht leisten können. Der Kunde bekommt eine ebenso moderne wie bequeme Möglichkeit, sich über Neuheiten des Unternehmens zu informieren. Diese Form der Kundenbindung darf als effektiver angesehen werden als z.B. die üblichen Newsletter per E-Mail. Zumindest stellt sie eine reizvolle und vor allem emotionalere Zusatzoption dar.
  • Durch Podcasts erreicht man laut Umfrageergebnissen eine mobile, techniknahe, kaufkräftige und ständig wachsende Zielgruppe (weit über 12 Millionen MP3-Player in Deutschland, MP3-fähige Navigationsgeräte, Autoradios und Business-Handys sowie „iPod-kompatible Neuwagen“ für die Nutzung im Auto usw.). Diese Tatsache kann interessant sein, wenn das Ziel besteht, neue Kundengruppen zu erschließen.
  • Podcasts sind eine Möglichkeit zur Mitarbeiterkommunikation. Durch Podcasts erreicht man die Mitarbeitenden dort, wo sie Zeit hätten, zuzuhören - im Stau, in der Warteschlange, am Flughafen, im Zug oder auf dem Weg zur Arbeit.
  • Für die Hörer bedeutet Podcasting, dass sie sich persönliche Kanäle von Audio- oder Videodateien zusammenstellen können, die sie anhören können, wann und wo sie wollen. Das Interesse und die Aufmerksamkeit für transportierte Botschaften sind dadurch meistens größer.

[bearbeiten] FAQ

Welche Vorteile bietet (Corporate) Podcasting?

  • ist emotionaler als E-Mail
  • ist aktueller als Mitarbeiterzeitschriften
  • wird auch nebenbei gehört
  • stärkt die Mitarbeiterbindung
  • lässt sich als Premiumdienst kostenpflichtig vertreiben
  • unterstützt neuartiges Rezeptionsverhalten – z.B. Hör-Zeitschrift in Form von MP3-Dateien
  • kann genauso schnell "durchgeblättert" werden, wie eine gedruckte Zeitschrift, weil man zu den entsprechenden Artikeln / Stücken springen kann
  • kann aber auch durchgehört werden wie ein Hörbuch
  • wird überall gehört: zu Hause (CD, MP3-Player, Internet-PC), im Auto (CD), unterwegs (MP3-Player), in der Firma (Intranet), weltweit (Internet)
  • wird mit geringem Produktionsaufwand ausgeliefert
  • wird über Intranet und Internet praktisch kostenlos verbreitet
  • stellt eine Möglichkeit zur authentischen Unternehmenskommunikation dar
  • kann im Vergleich mit einem zeitlich festgelegten Ablauf eines Radioprogramms unabhängig von Ort und Zeit gehört werden
  • kann inhaltlich vollkommen flexibel gestaltet werden

Welche Nachteile sind bei (Corporate) Podcasting zu sehen?

  • Techniklastig - Die Schwelle, dass die Hörer einen Computer mit Internet und/oder einen MP3 Player benötigen, ist für manche Zielgruppen bereits zu hoch.
  • „Pionierarbeit“, in Deutschland noch viele Maßnahmen zur Bekanntmachung (Lobby-Arbeit) notwendig (zielgruppenabhängige Aussage)
  • ermöglicht im Vergleich zu anderen Medien, z.B. WBT, Lehrbuch oder gedruckte Materialien, eher ein oberflächliches Lernen, Wissen weniger nachhaltig

Warum sollten Sie Podcasting als neuen Kommunikationskanal nutzen?

  • Authentische Unternehmenskommunikation.
  • Weil man damit eine mobile, techniknahe, kaufkräftige und ständig wachsende Zielgruppe erreichen kann.
  • Weil man diese Zielgruppe dort erreichen kann, wo sie zuhört - im Stau, in der Warteschlange, am Flughafen, im Zug usw.
  • Weil man neben Kunden und Interessenten auch Multiplikatoren, Investoren und die eigenen Mitarbeiter erreichen und neue Kundenschichten erschließen kann.
  • Weil man mit Podcasts einen neuen, bequemen und individuellen Weg zur Verbreitung interessanter Informationen bietet.
  • Weil professionell produzierte Podcasts die Kundenbeziehung emotionalisieren, z.B. durch eine persönliche Ansprache, was E-Mails und Newsletter nicht leisten können.

Strategie: „Wie erreiche ich die Zielgruppe“

Durch ein intelligentes, individuelles, mobiles und Zeit unabhängiges Hörerlebnis.

  • Das Thema eines Podcasts ist wichtig. Es muss im Interessenbereich der Zielzuhörerschaft liegen.
  • Zielgruppengerechte Umsetzung / Produktion des Podcasts mit kreativen Ideen, Soundeffekten,... bis zu einer angenehmen Stimme
  • Werbegeschenk: MP3 Player mit Aufdruck und erster Podcast Episode
  • Kopplung mit anderen Informationskanälen im Unternehmen
  • Kontinuität und Qualität

Welcher Aufwand ist mit der Erstellung von Podcasts verbunden?

Im Internet kann jeder mit relativ geringem Aufwand einen Podcast erstellen. Man benötigt , z. B. einen PC mit Soundkarte, Mikrofon, sowie Internetanschluss und Webspace. Es ist weder kostspielige Hard- oder Software erforderlich, noch müssen öffentliche Gebühren, wie beim Betrieb eines Webradios, entrichtet werden. Podcaster müssen jedoch genauso wie Betreiber von Rundfunksendern die Rechte Dritter an den Medieninhalten beachten und eventuell Gebühren an diese oder deren Lizenzgeber abführen (Urheberrecht). Software zur Tonbearbeitung und Generierung der Indexlisten (RSS) für einzelne Episoden eines Podcasts sind zum Teil kostenlos verfügbar. Man kann mit relativ geringem Aufwand schnell zu einem Ergebnis kommen. Die Frage nach der gewünschten hohen Qualität rechtfertigt jedoch die Inanspruchnahme von erfahrenen Dienstleistungsunternehmen.

Wie werden Podcasts von den Zuhörern genutzt?

Podcasts anhören ist auf jedem Computer möglich, der eine Soundkarte und Lautsprecher hat: einfach die MP3-Datei anklicken und zuhören. Bequemer geht es mit einem Podcatcher. Das Programm (z.B. iTunes, PodSpider, Winamp) sucht per Mausklick automatisch nach neuen Sendungen von Podcasts, die der Hörer – ebenfalls mit seinem Podcatcher – abonniert hat und lädt sie auf den PC und auf Wunsch auch auf den MP3-Player. Podcasts können mittlerweile zudem direkt über eine Festnetztelefonnummer angehört oder ohne Umweg Computer auf das Mobiltelefon geladen werden. (Ein Apple iPod wird nicht gebraucht, obwohl er der Namenspate ist.)

Welche Inhalte können über Podcasts vermittelt werden?

Meistens sind Podcasts ähnlich Radioshows einem bestimmten Thema gewidmet. Aus Sicht eines Unternehmens, welches Podcasts für die Mitarbeiter anbietet, sind z.B. folgende Hörkanäle interessant:

  • Infokanal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (mitarbeiterbezogene Unternehmensinformationen, Ankündigungen, Personen im Unternehmen vorstellen, ...)
  • Verschiedene Trainingsmaßnahmen (Softskills), z.B. effektives Zeitmanagement, Telefonieren, Mitarbeiterkommunikation
  • Arbeitsschutzunterweisungen

Ein Unternehmen kann Podcasts auch für die Außendarstellung einsetzen.

  • Informationen für Anleger (Unternehmensentwicklung)
  • Unsere Sponsoring – Aktivitäten („Tue Gutes und rede darüber!“)

Sind Podcasts bekannt und verbreitet?

Der Begriff Podcast wurde vom New Oxford American Dictionary zum Wort des Jahres 2005 gewählt. Die Entscheidung für „Podcast” basierte laut der Jury in erster Linie auf der „phänomenalen Ausbreitung” des Wortes, welches es „von relativer Unbekanntheit zu einem der heißesten Medientrends schaffte”.

Ergebnisse einer Podcast-Umfrage www.podcastumfrage.de im Juli/August 2006: Der deutschsprachige Podcast-Hörer ist 29,4 Jahre, männlich (82%), gebildet und berufstätig (55%) oder in Ausbildung (40%), verfügt über 1.474 Euro netto pro Monat, hat 15 Podcasts abonniert und hört 4,5 Stunden / Woche Podcasts auf dem Heimweg von der Arbeit oder Ausbildung und am Abend.

Im April 2006 wurde in München der erste Deutsche Podcast Kongress veranstaltet, dem im Januar 2007 der zweite Kongress in Köln folgte.

Einige Unternehmen setzen Podcast bereits für eigene Zwecke ein. Beispielsweise bot BMW bereits seit September 2005 ein Podcast Angebot, welches nicht nur über Produkte des Unternehmens informiert, sondern auch über Trends im Bereich digitales Radio und wie diese zukünftig rund um das Auto eingesetzt werden könnten. Das Unternehmen Audi wartet mit einem ähnlichen Angebot auf. Der „1. Audi Podcast März 2006“ beschäftigte sich mit dem legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans und dem neuen Sportprototypen Audi R10 TDI.

Mehr als jeder vierte Deutsche besitzt mittlerweile einen mobilen MP3-Player. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind es bereits über 75 Prozent. In Deutschland gibt es einen Verband deutschsprachiger Podcaster e.V. Diese und viele weitere Fakten belegen, dass Podcasting in Deutschland bekannt ist.

[bearbeiten] Literatur und Referenzen

  • TNS Infratest, Presseinformation 25.10.2006, MP3-Player in Deutschland: 10 Mio. Nutzer, 5 Mio. Downloader, 3 Mio. MP3-Content Käufer
  • Sebastian Breßler, Dirk Martens: Podcast in Deutschland 2007, Nutzung und Chancen von Podcasts in Deutschland, Zusammenfassung der Ergebnisse, House of Research, Berlin, Februar 2007 [6]
  • Ergebnisse einer Befragung von Podcast-Anwendern, Juli/August 2006 [7]
  • Verband deutschsprachiger Podcaster e.V.[8]
  • Jens Jacobsen: Schreiben fürs Hören [9]
  • E-Learning Podcast aus Mecklenburg-Vorpommern [10]

[bearbeiten] Ansprechpartner

Ein Ansprechpartner zu diesem Thema ist Dr. Volker Gries (ANOVA Multimedia Studios GmbH).

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